Dogs on the Couch

Shrek der Dritte – Metarezension

Juni 30, 2007 · Kommentar schreiben

oder: Es gibt auch andere dritte Teile!

Der eigenen Schreibfaulheit (und der Uhrzeit) Tribut zollend, begebe ich mich auf das Terrain der zitierenden Kritik und schmücke mich mit (aus-)gewählten Worten anderer Rezensenten, die das Destillat meiner Meinung zum Film “Shrek der Dritte” (hey, kein Amazon-Link?) wiedergeben…

Eins vorab (man möchte sagen ohne Worte): Sascha Hehn (”Dubbed the Ogre “Shrek” for the German version of Shrek.” – IMDB.de)! Mein Gott! Aber weiter im Text…

Auch im dritten “Shrek” kann an genügend Stellen gelacht werden, und dennoch macht sich ein Gefühl der Ernüchterung breit. Die neu eingeführten Figuren sind nicht wirklich spektakulär, und die anderen sind einfach zu bekannt, als dass ihr Verhalten noch Begeisterungsstürme hervorrufen würde.” (via: CineZone)

Die ersten beiden Filme vermochten durch ihre teilweise dynamische Inszenierung und einen allfällig gelungenen Rhythmusschnitt das eklatante Ideenloch zu kaschieren, in Shrek der Dritte zerbröseln dem Regisseur aufgrund grober Inszenierungsschwäche selbst die sicheren Wuchteln zwischen den Fingern.” (via: Die Presse)

Dabei weht durch die abermals verbesserte Animation das Fell einiger Tierchen in “Shrek der Dritte” sicherlich noch etwas feiner. Doch die witzigen Einfälle und postmodernen Verquirlungen sprudeln nicht mehr so viel Originalität heraus wie aus den Vorgängerfilmen. Zu stark verlassen sich die Macher stattdessen auf den durchaus noch intakten Charme der bekannten Bewohner/innen des Hollywood’schen Märchenlandes wie dem Stringtanga-tragenden Pinocchio oder dem zuckerschnuffigen Lebkuchenmann…” (via: fluter.de)

Natürlich ist der Film großartig animiert, natürlich ist er solide Unterhaltung, natürlich gibt es einige nette Dialoge und Kalauer und selbstverständlich wurde auch das Märchenfigurenarsenal nochmals aufgestockt. Außerdem darf nicht unerwähnt bleiben, dass niemals in der ganzen Filmgeschichte ein Frosch schöner gestorben ist als hier.” (via: Merkur Online)

Wer aber etwas Außergewöhnliches erwartet, sollte vielleicht auf den nächsten Pixar-Streifen warten.” (via: CineZone)

“Shrek der Dritte” erweist sich … als rundweg postmoderne Familienunterhaltung. Der moralische Relativismus ist längst in die Märchenwelten eingezogen, Gut und Böse sind hier Kategorien von gestern. Wir lernen am Ende: Schurken sind nur Schurken, weil sie immer als solche behandelt wurden… Das ist … pädagogisch wertvoll und dazu noch schwer korrekt, aber manchmal sehnt sich der Zuschauer … nach den harten Lebensrealitäten bei den Gebrüdern Grimm oder dem völlig unironischen Pathos der frühen Disney-Filme…” (via: WELT Online)

Zum Selber-Lesen: Exzellente Link-Sammlung bei filmz.de

Kategorien: Animation
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